33. schluss is – mit dem Blog …

habe ich mir gedacht als ich feststellte, dass ich schon seit über 1 1/2 Jahren hier in meinen alten Auswanderungsblog nichts mehr geschrieben habe. Warum ist eigentlich gar nicht so einfach zu beantworten. Irgendwie war die Wolle aus, der Blog hatte sich selber überlebt. Denn er diente ja dazu den Weg nach Amerika und die Vorbereitungen usw. zu beschreiben. Insgesamt wurde aber aus meiner Sicht eher ein „Ich liebe Amerika und ganz besonders Florida“ Blog daraus. Jetzt wo wir hier leben sind wir genug mit dem Alltag und seinen Anforderungen beschäftigt, so dass es für mich eigentlich keinen Unterschied machen würde ob ich aus Deutschland oder den USA schreibe.  Und es wäre auch kein Auswanderungsblog mehr sondern ein persönlicher Blog über das Erlebte der Woche. Es ist halt der normale Alltag eingekehrt.

Nur soviel: Wir sind immer noch hier und versuchen Stück für Stück voran zu kommen. Anja kam genau heute vor 1 Jahr nach und hat sich recht schnell gut eingelebt. Erst mal hieß es fuer sie wieder zur Schule gehen und die English Kentnisse verbessern. Dann hatten wir auch lieben Besuch von meinen Eltern aus Deutschland und feierten den 70 Geburtstag meines Vaters auf einer kurzen Kreuzfahrt nach Mexico. War einfach toll und unsere Erste (aber bestimmt nicht die letzte Kreuzfahrt!). Dann ging es los mit Arbeitssuche und den ersten Absagen. Ist gar nicht mal so einfach. Vieles was wir uns so über Amerika vorgestellt hatten, hat sich bestätigt und manches was wir planten, ist leider auch ganz anders gekommen. The american way of life ist gar nicht so unterschiedlich wie man denkt. Insgesamt lebt es sich entspannter und für alles braucht man sein Auto. Ich liebe es 🙂 Nur in Sachen Bürokratie, Banken, Versicherungen, Verbraucherschutz (in D zu viel, hier zu wenig) usw. könnten die Amis doch noch einiges lernen. Ihr in Deutschland wisst gar nicht wie gut und billig deutsche Versicherungen und Handy-Flatrates sind (also hört endlich mit dem Gejammere über die KV auf, ist im Vergleich zu USA praktisch geschenkt). Aber so hat halt jedes Land seine Vorzüge und Nachteile. Ich denke unterm Strich kommt das Selbe raus (aber nicht das Gleiche). Ist nur die Frage wo man lieber lebt und arbeitet. Apropos Arbeit; Anja arbeitet seit Juli als Schokoladenkönigin in einem Schokoladen- und Eisspezialitäten Laden in Sarasota und ertränkt jeden Tag unschuldige Pralinen in viel zu süßer Schokolade. Und ganz nebenbei lernt Sie ne Menge Schmarrn und auch Nützliches auf English durch ihre Kollegen und den Kunden aus aller Welt. Ist eine totale Touristenecke dort. Aber schöne Läden zum Shoppen und nette Cafés, fast wie in good old Europe. Ganz besonders freut Sie sich immer wenn Deutsche in den Laden kommen. Komisch 🙂

Die USA steckt seit gut 2 Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Viele sagen sogar die Schwerste seit dem „schwarzen Freitag 1929“, als die amerikanische Boerse zusammenbrach. (lest mal den Bericht von den Jungs vom „Schnitzelhaus“, die hatten ein klasse Produkt und die Krise hat Sie leider voll erwischt. Haette nie gedacht, dass ihr zurueck geht, wo doch alles so gut anlief und ihr auch mit Logo, Werbung und Konzeption voll auf dem richtigen Weg wart. „I’m really sorry for u guys!!)“. Zum Auswandern ist deshalb gerade nicht die beste Zeit, aber wir konnten es uns ja nicht aussuchen. Es hat alle hier getroffen. Wer jetzt wirklich ans Auswandern denken sollte, muss entweder sehr viel Kapital und eine gute Idee für eine eigene Firma mitbringen oder ein so gutes Jobangebot in der Tasche haben, dass es für die ganze Familie reicht. Zur Zeit gibt es, wenn überhaupt, nur Niedriglohn Jobs, meistens ohne Krankenversicherung. Oder ihr müßt einen amerikanischen College oder Uni-Abschluß machen um an die guten Jobs zu gelangen. Das setzt aber auch sehr gutes (amerikanisches!) English und den TOEFL Test voraus. Gerade die administrativen Arbeitsplätze wurden in den letzten 2 Jahren wegrationalisiert und werden auch nicht wieder kommen. Ihr seht die Arbeitssituation hier ist momentan recht schwierig und es wird sehr, sehr lange dauern bis sich das entscheidend ändert. Aber trotz dieser wirtschaftlichen Probleme, mit denen sich die USA und jeder Normalo gerade herumschlagen muss, ist das alltägliche Leben hier doch einfach … klasse! Es ist unser amerikanische Traum und wir fühlen uns pudelwohl hier. Noch einen zweiten Job und eine Krankenversicherung und wir sind im grünen Bereich. Unsere anderen Träume schaffen wir dann auch noch!!

So jetzt sag ich langsam mal tschüss, servus und bye. Dieser Blog wird geschlossen, bleibt aber für alle USA Freunde, Auswanderungswilligen und Florida Fans aktiv zum durchblättern. Also macht’s gut miteinander. Don’t worry, be happy! Have fun! Bye, Andy. 😉

Oktober 18, 2010 at 3:28 pm 1 Kommentar

32. neues Jahr – neues Glück?!

kaum zu glauben, aber Weihnachten und Sylvester sind schon vorbei und ein neues Jahr hat begonnen. Die Zeit seit unserer Ankunft in Florida rast einfach nur so dahin. Die Feiertage hier alleine, ohne mein Schatz Anja, waren natürlich nicht ganz so schön. Aber einige deutsche Filme vom Laptop ab auf den neuen TV 😛 und ein sehr schönes Weihnachtsessen bei unseren Freunden haben dann doch noch etwas Feiertagsfeeling gebracht.

Der ganze Dezember bestand eigentlich nur daraus die Sachen vom November abzuschließen. So war ich gezwungen die Autoversicherung ein zweites Mal zu machen, weil wir den günstigen Tarif vom November nun leider doch nicht bekommen haben. Fehler von ???. Macht auf jeden Fall 300 $ mehr in 6 Monaten. Haben uns ganz schön darüber geärgert. Aber leider musste ich nach viel Rennerei feststellen, dass die anderen Versicherer noch teurer waren. Dann gab es noch mehrere Besuche bei der Bank, weil meine Schecks an eine falsche Adresse verschickt wurden und nie bei mir ankamen. Und ohne Schecks geht hier nun mal gar nichts. Als ich die Schecks dann endlich hatte, galt es herausfinden wie ich Strom- und Wasseranbieter dazu bringe die monatliche Rechnung direkt vom Bankkonto abzubuchen. Dafür braucht man nämlich einen voll ausgestellten Scheck, den man als ungültig / Void kennzeichnet und dann mit einem Begleitschreiben und allen persönlichen Daten an den jeweiligen Anbieter per Post schickt. Und mit etwas Glück wird die Rechnung in 1-3 Monaten automatisch abgebucht. Funny! Isn’t it. Nur wissen muss man’s halt. Die neue Waschmaschine machte bei mir schon beim ersten Waschversuch schlapp (bin ja jetzt Hausmann 🙂 , noch!), irgend etwas ist abgebrochen wie sich später herausstellte  und musste repariert werden. Dauerte auch 2 Wochen und 3 Besuche vom Techniker. Und dann gab es da noch 100.000 Kleinigkeiten von Einkauf bis Ausstattung und Wohnungsreparaturen.

Im Moment schlage ich mich mit dem amerikanischem Gegenstück des deutschen Lebenslaufes herum. Hier Résumé genannt. Leider ist ein dt. Lebenslauf absolut kein Vergleich dazu. Man könnte sagen das ist wie ein Kurzdiktat und eine Doktorarbeit zu vergleichen. Sitze nun schon seit Längerem mit 2 deutschen Büchern, 3 amerikanischen Büchern zum Thema Job Hunting and Career und unzähligen (denn jeder weiß es noch besser), in meinen Favoriten abgelegten Webseiten zum Thema Résumé da, und bin auf jeden Fall schon ein bischen am Verzweifeln. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es sooo schwer ist ein vernünftiges Résumé anzufertigen und dass es mich so viel Zeit kosten würde. Die ganze Auswanderung war dagegen einfach nur Easy. Stressig, aber Easy. Mache drei Kreuze wenn ich damit durch bin!!! Aber Ohne brauche ich mich gar nicht bewerben; das ist das Erste was ein potenzieller Arbeitgeber sehen will, um den Bewerber einschätzen zu können. Und auch der erste große Stolperstein, wo kräftig aussortiert wird. Das Schwierige ist aber leider auch die Tatsache, das man nicht lügen soll (Referenzen werden gewöhnlich per Telefon beim alten Arbeitgeber geprüft), aber auf der anderen Seite gaaaaaanz dick auftragen soll. Denn Bescheidenheit ist hier fehl am Platz. Und diese Gradwanderung in einem vernünftigen und ansprechendem Englisch zu vollziehen bringt mich echt an meine Grenzen. Oder bin ich einfach zu blöd und alle Amerikaner sind Sprachgenies?!? Wer weiß. Nun kann ich mich nicht so ganz entscheiden was besser in mein Résumé passt: Ein Nobelpreis, mehrere Goldmedaillen oder die Erfindung eines neuen Medikamentes. Meine 39 Jahre Arbeitserfahrung im zarten Alter von gerade mal 41 Jahren sind dann glaube ich nicht mehr so wichtig.

Wie ihr seht drehe ich bald ab hier; auf jeden Fall bis dieses blöde Résumé und der dazugehörige Cover Letter fertig sind. Und dann brauch ich noch etwas Hilfe von Fortuna, wenn ich mich auf einen passenden Job damit bewerbe. So long …

P.S.: Glaubt ihr das? Habe gestern am Strand von Coquina Beach einen Holländer samt Wohnmobil aus Holland gesehen. Echt!!

Januar 16, 2009 at 4:39 pm 10 Kommentare

31. Wir sind angekommen…

jaja, ich weiß. Schande über mein Haupt. Da hat man schon einen Blog eingerichtet und lässt ewig nichts von sich hören. Aber die letzten Wochen waren einfach zu turbulent, so dass keine Zeit und vor allem keine Ruhe war um sich mal Gedanken über alles zu machen und es hier im Blog einzufügen.

Ich will jetzt auch nicht alle Erlebnisse des Umzuges nach Florida berichten, sondern nur mal ein kurzes Statement zur momentanen Lage machen. Einen ausführlicheren Bericht unserer ganzen Odyssee bis heute werde ich dann in nächster Zeit nachreichen, und versuchen einzelne Stationen der letzten Wochen so gut wie möglich zu rekonstruieren. Eines nur schon mal vorab: So einfach und schnell wie in den Auswanderersendungen im Fernsehen ist Auswandern nicht. Mal eben in einer Woche schnell eine neue Wohnung, Papiere, Auto, Strom, Wasser, Internet und und und… iss nicht!!! (War uns aber auch klar!! Trotzdem lustig, wenn man`s jetzt so im Fernsehen sieht, wie einfach das alles sein soll. Ein guter Schnittmeister kriegt halt einen Monat in 45 Minuten unter 🙂 .) Wir haben gute drei Wochen gebraucht um alles wie geplant auf die Reihe zu bringen und waren meines Erachtens recht gut vorbereitet. Aber alles braucht halt seine Zeit, und vieles noch ein wenig mehr trotz guter Planung, weil es Dank etwas unfähiger, aber immer sehr netten Mitarbeitern, halt nicht beim ersten Anlauf richtig klappen will. Dann heißt es nachhaken, telefonieren, 2-3 mal zur zuständigen Sachbearbeiterin rennen, um dann endlich am Ziel zu sein.

Aber egal! Will ja nicht gleich wieder wie jeder gute Deutsche über alles meckern. Probleme sind zum Lösen da; auch wenn andere sie verursacht haben. Insgesamt haben wir alles sehr flüssig und genau nach Zeitplan abgearbeitet und nach und nach alles erledigt, was das Pflichtprogramm so anbot. Wir hatten ja nur 3 Wochen Zeit für den Umzug nach Florida, den Einzug, Möbelkauf (Ikea lässt grüssen) und die Ausstattung der neuen Wohnung, den Autokauf und um den ganzen Papierkram wie Strom, Bank, Versicherung usw. zu erledigen. Anja musste danach leider wieder nach Deutschland zurück um noch ihren beruflichen Verpflichtungen nachzukommen. Das heißt für mich jetzt erst einmal hier als Strohwitwer die Stellung zu halten und alles Andere vorzubereiten, damit der endgültige Abschied von Deutschland glatt verläuft.

Bisher haben wir unseren Entschluss nach Florida zu gehen noch keinen Tag bereut (sind ja auch noch am Anfang). Die Freundlichkeit der Menschen hier (bis auf ein paar Stiesel, aber die gibt es ja überall), die entspanntere Lebensweise und Einstellung, das tolle Wetter und vor allem die Nähe zum Meer sind doch soviel angenehmer als das, was wir in Deutschland zurücklassen.

Hier noch ein paar kleine Fotos vom Einzug in die Wohnung. Qualität ist leider nicht so toll, habe zur Zeit leider keine Kamera zur Hand, sondern nur das Handy zum knipsen.

November 29, 2008 at 7:57 pm 8 Kommentare

30. Die Vorbereitungen laufen…

auf Hochtouren. Letzte Zahnarzttermine, Auslandskrankenversicherung, Packen der Kartons und nächste Woche soll dann unser Auto einen neuen Besitzer finden. Alles in Allem, geht alles nach Plan und in 3 Wochen startet unser Flieger nach Florida. Doch was ich heute erleben mußte war wieder mal typisch Deutsche Post.

Komme gerade von dort und wollte schon mal 2 Pakete aufgeben. Ich habe mich so geärgert über die Unfähigkeit dieses Vereins und diese Profitgier. (hätte die Tuss am Schalter am liebsten ….zensiert…., und ich bin eigentlich ein sehr ruhiger Mensch!). Da informiert man sich bei der Post persönlich, wie das mit dem Paketversand in die Staaten funktioniert, liest alles noch im Internet nach, packt alles schön sicher und erstellt eine ausführliche Packliste und dann das.

Ein normales Paket in die USA bis 20 kg kostet 62 Euro. Die Post bietet noch eine Versicherung bis 500 Euro an für 6 €, nennt sich Wert International. Und dann gibt es da noch die total überteuerte Luftfracht namens Premium für ZUSÄTZLICHE 64 € . Einfach Wucher. Ich zahle doch nicht über 126 € für ein Paket. Also haben wir uns für die einfache Variante entschieden (kommt auch einiges zusammen bei ca. 10-15 Paketen) Grundpreis 62 €+ Versicherung Wert International 6 € = 68 €. Steht auch alles so auf den Postseiten. So schön, so gut. Am Schalter dann die Überraschung: Das Paket müsse versiegelt sein (mit Wachs und Siegel, wer hat das bitte zu Hause??) um es als Wert international zu verschicken und überhaupt würde das so gut wie nie gewünscht von den Kunden. Aber ich könnte ja den Premium Service buchen für zusätzliche 64 €, dann wäre das Paket versichert (komischerweise unversiegelt). Einfach nur unfähig. Und die selbe Frau hat mir eine Woche zuvor erklärt, dass die Versicherung für 6 € kein Problem sei. Nur das mit dem Siegel hatte sie vergessen zu erwähnen und bestritt jetzt auch noch alles. Dann war eines der Pakete um ganze 60 Gramm zu schwer und die Dame machte sich noch unbeliebter und mäkelte erst, sie könne das Paket so nicht annehmen und später noch, dass es gut sein kann, dass das Paket zurückkommt. (wegen 60 Gramm zuviel bei einem 20 kg Paket??!). Schlussendlich hatte ich es doch noch geschafft beide Pakete auf die Reise zu schicken und hoffe jetzt inständig, dass sie auch heil ankommen.

Das wird noch ein Spaß mit den anderern Paketen. Freue mich jetzt schon drauf.

Oktober 4, 2008 at 11:17 am 3 Kommentare

29. Die letzten Tage…

unserer Aktivierungsreise verliefen wenig spektakulär und sollten uns nur den Abschied versüßen. Die Zeit war eh viel zu kurz um alles zu sehen, was interessant gewesen wäre. Aber es sollte ja auch nur ein Schnuppern und Orientieren sein um zu entscheiden wo wir endgültig hingehen. Und für diesen Zweck war die Reise genau richtig.

In Bradenton besuchten wir noch für 2 Tage unsere Freunde und schauten uns ein wenig um in unserer neuen Heimat. Nicht wirklich schön, der Ort an sich, aber die Infrastruktur und die Lage sind gut und die Strände sind einfach traumhaft. Also eine gute Mischung aus wirtschaftlicher Notwendigkeit und großem Freizeitangebot. Orlando und die ganzen Freizeitparks sind ja nur ca. 2 Stunden entfernt; nicht zu vergessen die Outlets für meine Schwägerin (Gelle Jana 🙂 ). Wie es mit den Jobmöglichkeiten im Endeffetk aussieht wird erst der Praxistest im November ergeben. Aber die beiden Metropolen St.Petersburg und Tampa sind ja auch nicht weit weg, so das es auf jeden Fall mit dem neuen Job klappen sollte. Aber hoffentlich in Bradenton/Sarasota!! Die Fahrerei ist halt sonst auch ganz schön lang. Aber irgendwo muss man ja anfangen und für uns scheint Bradenton die richtige Wahl zu sein. Miami wäre auch ganz schön gewesen und die Arbeitssuche dort mit Sicherheit einfacher. Aber das Ganze drumherum, der Massentourismus, die Kriminalität und die hohen Lebenshaltungskosten dieser Metropole sprechen für uns einfach dagegen. Also besichtigten wir noch einige Wohnungen in Bradenton, wovon uns eine auch sehr gefiel. Die wird es jetzt auch wohl werden. (Gruß an Anne und Peter, jetzt kriegt ihr uns als Nachbarn, selber schuld 🙂 ). Dann wurde noch schnell ein Bankkonto eröffnet (an dieser Stelle herzlichen Dank und ganz liebe Grüße an Euch U+G) damit wir schon mal die Finanzen regeln können, und die Zeit in Bradenton war auch schon rum. Die letzten beiden Tage verbrachten wir in St. Pete Beach im Hotel Sirata Beach Resort, Zimmer 2126, direkt am Pool. Einfach toll am Meer gelegen, 150 Meter breiter, weißer Sandstrand, ideal zum Relaxen und Urlaub machen. Aber leider viel zu kurz die 45 Stunden dort. Die Sonnenuntergänge sind übrigens postkartenreif. Habe selten so viele Rottöne auf einmal gesehen. Allerdings nur am ersten Abend. Am zweiten hatten wir ein ausgewachsenes Gewitter! Aber dafür ist ja Tampa Bay berühmt. Von Fort Myers ging es wieder zurück mit der guten alten LTU (verkleidet als Air Berlin) nach München. Aber wir kommen wieder um zu bleiben. Versprochen! Jetzt heißt es erst einmal den Abschied von Deutschland und den Umzug zu organisieren.

August 9, 2008 at 6:57 pm 4 Kommentare

28. Happy Birthday…

Dear Andy,

So, mein lieber Schatz jetzt hab ich mich auf deine Seite geschlichen um dir nur das Beste und alles Liebe zu deinem Geburtstag zu wünschen. Dein Blog ist ja unser kleines Family Tagebuch, und so bin ich mir sicher das du dies hier auch lesen wirst 🙂 Ich wünsche dir und natürlich auch mir „GRINS“ einen super Start im Amiländle. Sei ganz lieb gegrüßt und ein dicken Schmatzer für dich my Honey.

Deine Anja

Happy Birthday Comments

Juli 29, 2008 at 9:23 pm 4 Kommentare

27. Die Everglades und Loop Road…

sind mit Sicherheit ein Highlight für jeden Florida Urlauber, und heute wollten wir auch mal Natur pur schnuppern. Wichtigste Grundausstattung sind Fotoapparat, Videocam und Mückenspray. Davon reichlich und bitte schön kein Autan o.ä. aus Deutschland. Das schreckt die floridianischen Killer-Mücken nicht ab, sondern ist für Sie nur eine Abwechslung auf dem Speiseplan und als Würze sehr willkommen. Bestes Abwehrmittel laut Aussagen aller Neu- und Altfloridianer ist „Off“ aus dem Walmart. Immer bei den Kassen oder in der Campingabteilung zu finden. Früh um halb Acht ging es los Richtung Miami und dann links ab auf den Highway US 41. Der Berufsverkehr war um diese Uhrzeit schon ganz heftig, und bei den Ampelschaltungen könnte man sich bequem rasieren und Bürotauglich machen. Kein Wunder, dass die alle ihren Kaffeebecher im Auto haben. Auf dem Highway wurde es dann leerer und nach nur wenigen Kilometern wechselte sich die Stadt schlagartig mit den Everglades ab. Als erste Station erreichten wir Coopertown. Ein Kaff mit 8 Einwohnern und gleichzeitig der bekannteste Veranstalter von Airboat Touren durch die Everglades. Wir hatten das einmal im Fernsehen in einer Sendung über Florida gesehen. Und wie der Zufall so will war heute wieder ein Fernsehteam aus Japan da. Die haben uns gleich mit aufgenommen. Aber leider gab es keine Gage oder Vertragsangebot als Schauspieler-Touri 🙂 . Hinten hatten die einen echt großen Alligator, der uns gleich mit lauten Knurren begrüßte und nur durch einen Maschendrahtzaun von uns getrennt war. Das Ganze auf 2 Meter Entfernung. Er beobachtete uns ganz genau und hatte schon irgendwie das Abendessen im Kopf. Da kriegt man schon ein komisches Gefühl im Bauch. In freier Wildbahn würde ich mich nie so nah an einen so großen Burschen ran wagen. Aber irgendwie hat der schon gewusst, dass er durch den Maschenzaun nicht so schnell durchkommt. Leider waren so früh noch keine anderen Besucher da, und wir hätten ca. 2 Stunden auf eine Tour mit dem Airboat warten müssen. Und die Mücken waren übrigens schon voll aktiv. Angesichts dieser Tatsachen, und dem Umstand, dass wir beide kurze Hosen trugen, entschlossen wir uns weiter zu fahren um den frühen Morgen für die Loop Road zu nutzen. Die meisten Alligatoren sieht man dort nämlich noch am Morgen. Danach ziehen sie sich eher ins Wasser zurück.

Wir kamen noch an zahlreichen Veranstaltern von Airboat Touren vorbei, aber überall war es noch leer. Also Boot fahren kann man da wirklich alle paar Kilometer. Nach der Abzweigung zur Loop Road ging es erst gemütlich auf einer kleinen Teerstraße voran, und wir waren schon fast etwas enttäuscht. Wo ist die Schotterstraße und die ganzen Alligatoren die hier auf der Straße liegen sollen??? Dies sollte sich aber schon bald ändern. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, trafen wir noch reichlich Gators. Geier und Waschbären. Als ich gerade ein ganzes Dutzend Alligatoren, die direkt an der Straße lagen in Ruhe fotografieren wollte, war es Anja zu viel und Sie bekam langsam Panik vor all dem Getier. Bis dahin hatten wir auch schon gut 200 Gators neben der Straße und im Wasser gesehen, Libellen mit 20 Zentimeter Flügelbreite, Geier und  Killer Moskitos die bevorzugt uns angriffen. Aber seit über 20 Kilometern nicht ein einziges anderes Auto oder überhaupt eine Menschenseele. Dafür aber einige Häuser (nur Häuser, keine Menschen!) und verrostete Wohnwagen, Schilder für Campingplätze, Naturwanderpfade und Hinweisschilder auf Alligatoren und Panther. Also anscheinend leben hier wirklich Menschen. Die Flagge der Seminolen, den Ureinwohnern, sieht übrigens fast genauso aus wie die deutsche Flagge. Aber egal, eine Reifenpanne möchte ich hier nicht unbedingt haben. Nach weiteren 10 Kilometern erreichten wir wieder die US 41 und es ging zurück in die Zivilisation. Ende dieses Tages war wieder Bradenton unser Ziel, wo wir noch auf Wohnungssuche gehen wollen und unser Bankkonto eröffnen müssen. Wenn das alles erledigt ist, gibt es noch 2 Tage Strandurlaub in St.Pete Beach um den Trip ausklingen zu lassen.

to be continued …

Juli 29, 2008 at 7:41 pm 1 Kommentar

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begann mit dem Gewinn der Greencard Anfang Mai 2007 und unserem Traum vom Auswandern. Unser kleines Internet-Tagebuch erzählt von den Anfängen in Deutschland bis zur Ankunft und den ersten Wochen in Amerika.

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