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14. Es ist geschafft – unser Visa Interview….
war einfach Klasse!!! Und es ist wirklich so wie alle gesagt haben. Easy-going. Der ganze Stress und das Nervenflattern waren absolut unnötig. Wenn nichts dazwischen kommt sollten die Visas Ende nächster Woche bei uns im Briefkasten sein. Aber jetzt mal der Reihe nach.
Sonntag Morgen um halb vier war es vorbei mit Schlafen. Wir waren beide zu angespannt und sind dann schon um 04.00 h aufgestanden. Nach dem Packen und einen kurzen Kaffee starteten wir schließlich um 07.00 h Richtung München. Auf der Straße war es spiegelglatt, eine Mischung aus Matsch und gefrorenen Eisregen. Im Radio liefen auch andauernd Wetter- und Verkehrswarnungen wegen Sturm, Glatteis und zahlreichen Unfällen. Also wirklich kein Tag zum Autofahren. Wir schlichen so mit 50-60 kmh auf der Bundesstraße dahin. Und keine 20 Minuten später auch schon der erste Unfall direkt vor uns. Eine junge Frau hatte sich gedreht und ist voll in die Leitplanke. Hilfe war schon da und die Polizei auf dem Weg. Also konnten wir nach 5 Minuten weiter fahren. Nach München wurde es dann langsam besser, aber es war eine ziemlich nervige Fahrt mit viel Verkehr auf der Autobahn. Gegen 15.00 h erreichten wir das Hotel Friedberger Warte in Frankfurt. Liegt genau neben dem Konsulat, aber leider ist der Eingang ca. 1,5 km entfernt, wie wir nach einer Erkundungsfahrt feststellen mussten. Also doch das Auto benutzten am nächsten Morgen. Insgesamt aber ein sehr schönes Hotel mit Gratis-Parken im Innenhof und einen wirklich guten Kaffee. Auch das Zimmer war sauber und gemütlich. Nur zu empfehlen, das Preis-Leistungs Verhältnis stimmt und die Lage ist ideal. Weil wir beide noch ziemlich angeschlagen waren von der Erkältung und der Fahrt blieben wir im Hotel und machten einen gemütlichen Fernsehabend. Abendessen habe ich bei McDoof um die Ecke geholt. Das hat vollkommen gereicht. Nach maximal 3 Stunden Schlaf und dem ganzen Nachtprogramm von 40 Fernsehsendern sind wir dann um 05.00 h aufgestanden und machten uns fertig. Auschecken um 06.15 h , noch einen kurzen Kaffee an der Hotel Cafe-Bar(wirklich lecker dort) und dann gings mit dem Auto zum Konsulat.
06.50 h am Konsulat angekommen standen schon 4-5 Autos da und warteten. Es war eiskalt und regnete, also blieben wir wie alle Anderen auch im Wagen sitzen und ließen die Heizung laufen. Parkplätze gibt es reichlich so früh am Morgen. Nur die Plätze hinter dem Zaun sind für die Angestellten reserviert, aber der Parkwächter kommt erst um 07.30 h.
Als dann um ca. 07.10 h die ersten Richtung Eingang gingen stellten wir uns auch an. Das muss der Herdeneffekt sein. Denn auf einmal kamen alle aus ihren Autos und innerhalb von 3 Minuten hatte sich zwei Schlangen von ca. 40 Menschen gebildet. Eine Schlange für Non-Immigrant Visas und die andere für alle übrigen. Bevor wir uns versahen standen wir ganz vorne und hatten die Pool-Position, was eigentlich gar nicht unsere Absicht war, denn man konnte sich an niemanden orientieren wie es weitergeht. Egal. 07.35 h ging es los und ein Herr mit ausgeprägten Südstaatenakzent erklärte auf Englisch die Reihenfolge. Wir kamen gleich nach drei Passbewerbern dran und erhielten nach Kontrolle der Pässe und der Einladung unsere Glücksnummer W500. Dann weiter zum Sicherheitscheck. Alles abgeben, Mappe, Autoschlüssel, Uhr, Gürtel, Jacken und alle Hosentaschen entleeren dann durch die Schleuse und alles wieder anziehen. Über den Hof geht es dann rüber zum Hauptgebäude.
Ein junger Mann fragte uns dann am Eingang der Halle in welcher Angelegenheit wir da sind und schickte uns zu Schalter 22 zum Bezahlen. Die Halle war irgendwie beeindruckend mit den ganzen Flaggen aller Bundesstaaten. In der Mitte die berühmten 299 Stühle, außen herum die Schalter mit Glasscheibe und Gegensprechanlage, hinten 2 Fotoautomaten, Kopierer und Briefmarkenautomat und eine kleine Cafe-Theke mit Snacks in der Ecke. Der Schalter war noch geschlossen öffnete dann aber punkt 08.00 h. Die Dollar hatte ich in Bar dabei, weil der Kurs bei der Bank etwas günstiger ist als im Konsulat 1$=0,72€. Als der Schalter dann öffnete der einzige kleine Schock des Tages. Wir standen nicht auf der Liste und es war auch keine Quittung für uns vorbereitet. Während wir warteten wurde auf einmal unsere Nummer aufgerufen für Schalter 23. Etwas verdutzt wechselten wir den Schalter. Eine nette Amerikanerin wollte erst unsere Pässe und Passfotos. Die Gebühr fürs Visa (seit 1.Januar 775 US $!!) pro Person könnten wir auch später zahlen. Erst sprach sie Englisch, sagte aber sie könne das Gespräch auch auf Deutsch führen, was wir gerne annahmen. Unsere Passfotos wurden als „perfect“ genehmigt und wir erhielten den Umschlag für die Zusendung der Visas, welchen wir noch mit unserer Adresse und Briefmarken im Wert von 4,25 € versehen sollten. Außerdem den Zettel zum Unterschreiben das alle unsere gemachten Angaben korrekt seien. Während ich das Cuvert beschriftete zahlte Anja an der Kasse und 2 Minuten später wurden wir schon zu Schalter 21 bestellt. Die Durchsagen sind übrigens in Englisch und Deutsch, und sehr gut zu verstehen. Außerdem leuchten die Nummern auf der großen Tafel auf. Der junge Mann am Schalter prüfte noch einmal alle unsere Angaben, dann die Dokumente. Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, polizeiliches Führungszeugnis, Schulzeugnis, Vermögensübersicht. Unsere Kontoauszüge reichten ihm völlig aus. Die Lebensversicherung wollte er gar nicht mehr sehen. Nur das Auto wurde nicht als Vermögensnachweis akzeptiert. Schade, der ganze Stress wegen dem KFZ-Brief war umsonst. Wir erhielten das Welcome-Buch for New Immigrants und er meinte es sehe alles sehr gut aus, wir müßten nur noch zum Konsulvertreter.
Danach dauerte es ca. 30 Minuten bis wir wieder aufgerufen wurden. An Schalter 17 wartete der Konsulbeamte um uns das Form 230 unterschreiben zu lassen und die Fingerabdrücke zu nehmen. Anja war ganz angetan von dem Mann. Wie Sie sagte, „eine echte Sahneschnitte“. So ist Sie nun mal bei Männern mit Krawatte. Da wird sie schwach.
Er fragte nur kurz auf Englisch was unsere Pläne in Amerika seien und war mit meiner Antwort (natürlich auch auf Englisch) anscheinend sehr zufrieden. Als er bemerkte, dass meine Frau noch nicht so gut Englisch spricht führte er das Gespräch auf Deutsch weiter. Fand ich sehr nett. Dann hieß es nur noch, dass wir jetzt noch zum Medical müssen und hier fertig sind. Good luck!. Thank you very much. Und Tschüss. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht sind wir dann zum Ausgang und ab zum Medical in der Frankfurter Innenstadt. Um 09.25h waren wir beim Konsulat fertig. Ja, so schnell kann’s gehen.
1 comment Januar 9, 2008












