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22. Die ersten Tage in Florida…
weiter ging’s am nächsten Morgen Richtung Sarasota. Aber erst mussten wir mal einen AT&T Telefonladen finden um uns eine SIM-Karte für unser Handy zu besorgen. Schließlich wollten wir uns ja bei unseren Freunden melden und alles weitere bequatschen. Also ging es einfach der Nase nach (Tomtom) bis wir an einem Publix vorbeikamen. Dort war auch gleich ein AT&T nebenan. Aber, leider geschlossen. (Samstag Morgen, halb zehn in Amerika). Ok, vielleicht macht der auch erst um 10 Uhr auf. Vertreiben wir uns also die Zeit und schlendern etwas durch den herrlich, kalt temperierten Supermarkt. Man merkte gleich, dass Publix etwas hochwertiger ist. Das Angebot ist ausgewählter und spezieller. Es gibt Obst und Salat, bereits mundgerecht, vorgeschnitten und verzehrfertig, genauso wie ein 1 Meter langes Sandwich für 38,- Dollar und eine eigene Kuchenbäckerei, wo man auch Torten vorbestellen kann. Alles schön bequem, damit man zu Hause auch ja nichts mehr selber machen muss. Das hat aber auch seinen Preis. Eine fertige Salatplatte für ca. 2 Personen etwa 18,- Dollar und Möhren- und Selleriesticks mit Dip für die Diätfanatiker so in etwa 12-15,- Dollar. Und nicht zu vergessen, es kommen immer noch mal so ca. 10 % Tax dazu. Anders als in Deutschland ist die Ware netto ausgezeichnet und man muss immer noch die Steuer dazurechnen. Auf diese Weise soll es möglich sein die Preise der Waren bundesweit zu vergleichen, weil jeder Staat andere Steuersätze hat. Wir schlenderten also durch den Supermarkt und erkundeten das Angebot bis es kurz nach zehn war. Wieder draußen, mußten wir aber feststellen, das der Telefonladen immer noch geschlossen war. Also fuhren wir weiter Richtung Sarasota. Es sollte über 30 Kilometer dauern, bis wir endlich einen AT&T Telefonladen finden sollten. Aber so ist das wenn man etwas sucht. Man findet alles, nur nicht den Laden oder die gesuchte Kette. Nagelstudios z.B. sahen wir Dutzende. Und auch viele andere Telefonanbieter wie Spring etc.. Die SIM-Karte war schnell besorgt. Eine Prepaid Karte für 100,- $ Guthaben. Hat den Vorteil, dass sie ein Jahr lang gültig ist. 20,- $ Karten verfallen nach 30 Tagen, wenn man Sie nicht wieder auflädt (so wie es bis vor 2 Jahren in Deutschland auch noch üblich war). Dazu gab es dann noch mal 20,- $ Guthaben geschenkt, weil ich Neukunde war. Kann man nicht meckern! Nach erfolgreichen Telefonat mit unseren Freunden fuhren wir durch bis zu unserem Motel in Bradenton (Econo Lodge East), älteres Modell, einfach aber sauber, voll ausgestattet (Mikrowelle, Kühlschrank usw.) preisgünstig und irgendwie ganz gemütlich mit dem Pool mitten auf dem Parkplatz. Und Mcdoof ist sogar gegenüber zu Fuß erreichbar. Und das in Amerika; zu Fuß!?! Die Motelleitung spricht übrigens auch Deutsch. Nach kurzen Frischmachen ging’s dann zum Treffen mit unseren Freunden in ein Restaurant (Kette) namens Applebees. Wir waren eine bunte Mischung von Schon-lange-Deutsch-Floridianern, Neu-Floridianer, Noch-nicht-aber-bald-Floridianer (wir) und Bleibe-noch-in-Deutschland-Deutschen. Essen gut, Leute gut, alles gut.
Kaum hatten wir dieses gemütliche Essen mit Freunden verdaut, ging es am nächsten Tag auch schon weiter nach St. Petersburg über die beeindruckende Sunshine Skyway-Bridge zum Forumstreffen mit Bekannten und Unbekannten aus dem Auswanderer-Forum. Aber erst musste noch ein kleiner Zwischenstop im Prime Outlet in Ellenton eingelegt werden (über 4 1/2 Stunden, 130 Geschäfte). Da morgen Memorial Day war, und alle Leute frei hatten an diesem Feiertags Wochenende, war der Parkplatz des Outlets bereits gegen Mittag total voll. Und das will was heißen. Grob geschätzt 4000 Parkplätze. Keine Ahnung, auf jeden Fall seeeehr groß. Man tut gut daran, sich seinen Parkbereich z.B. E2 zu merken. Sonst kann’s peinlich werden bei der Autosuche. Diese Erfahrung sollten wir auch noch in Orlando machen. Aber hier ist ja alles groß. Parkplätze sind riesig groß, Supermärkte haben 36 Kassen, die Autos sind natürlich groß und deshalb sind auch die Straßen groß. 3-4 Spuren in der Stadt sind normal. Platz spielt keine Rolle. Ist ja genügend da. Nach erfolgreicher Jagd auf Schnäppchen ging es weiter ins Motel Comfort Inn & Suites at Tropicana Field in St. Petersburg. Gute Mittelklasse, schöner Pool und gutes Frühstück. Kurz geduscht und umgezogen, dann weiter zum Treffen in Pia’s Trattoria. Ein kleines, gemütliches, italienisches Restaurant in Gulfport. Statt Hamburger, Tacos oder Pizza, gab es heute mal leckere Panninis und Pasta.
Montag, es war Memorial Day, hatten wir eigentlich geplant den Vergnügunspark Bush Gardens in Tampa zu besuchen und uns ordentlich durchrütteln zu lassen in den diversen Achterbahnen. Aber angesichts des Feiertages und der Tatsache, dass entweder jeder an den Strand fährt oder in einen der Vergnügungsparks rennt, haben wir beschlossen einen Tag frei zu nehmen und gemütlich Richtung Clearwater Beach zu fahren (nur fahren, nicht baden!). Einen der 5 schönsten Strände der USA. Aber zuerst noch ein kurzer Kulturstop am Pier in St. Petersburg und beim Salvador Dali Museum (von außen). Donkin Donuts durfte zum Frühstück natürlich nicht fehlen. Und dann waren wir auch schon fast am Clearwater Beach, nur der kleine Stau vor uns trennte uns noch. In Clearwater Beach angekommen gingen wir ins Sea Aquarium und sahen unsere ersten Delphine. Die Vorführung war ganz schön und es wurde auch immer wieder betont, wie sehr man sich dort für die Rettung und Pflege kranker Tiere einsetzt. Allerdings fanden wir, dass die Schwimmbasins für die agilen Delphine etwas trostlos und sehr klein waren. Die Tiere machen aber einen sehr aufgeweckten Eindruck. Aber die Vermarktung der Delphine in Florida als Geldquelle im Tourismus ist ein eigenes Kapitel für sich und würde jetzt den Rahmen hier sprengen. Anja machte noch eine völlig neue Erfahrung mit anderen Meeresbewohnern. Im Streichelbecken konnte Sie zum ersten Mal Stachelrochen (Stingrays) berühren. Das Bild sagt glaube ich wohl alles
. Auf dem Parkplatz dann mal ein kleiner Größenvergleich: Deutscher Mercedes gegen amerikanischen GM Yukon, und Anja dazwischen. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück ins Motel und erledigten noch den fast schon obligatorischen Walmart-Besuch um einige Kleinigkeiten zu besorgen. Die Pizza am Abend gab es dann von nebenan, einer kleinen Pizzeria mit Delivery Service. Aber wir schafften es die Pizza selber und zu Fuß zu holen. War einfach lecker. Also verhungern tut man dort bestimmt nicht, wenn man Pizza liebt. Morgen sollte es dann weitergehen nach Orlando und zur Führerscheinstelle.
4 comments Juni 20, 2008






