22. Die ersten Tage in Florida…

weiter ging’s am nächsten Morgen Richtung Sarasota. Aber erst mussten wir mal einen AT&T Telefonladen finden um uns eine SIM-Karte für unser Handy zu besorgen. Schließlich wollten wir uns ja bei unseren Freunden melden und alles weitere bequatschen. Also ging es einfach der Nase nach (Tomtom) bis wir an einem Publix vorbeikamen. Dort war auch gleich ein AT&T nebenan. Aber, leider geschlossen. (Samstag Morgen, halb zehn in Amerika). Ok, vielleicht macht der auch erst um 10 Uhr auf. Vertreiben wir uns also die Zeit und schlendern etwas durch den herrlich, kalt temperierten Supermarkt. Man merkte gleich, dass Publix etwas hochwertiger ist. Das Angebot ist ausgewählter und spezieller. Es gibt Obst und Salat, bereits mundgerecht, vorgeschnitten und verzehrfertig, genauso wie ein 1 Meter langes Sandwich für 38,- Dollar und eine eigene Kuchenbäckerei, wo man auch Torten vorbestellen kann. Alles schön bequem, damit man zu Hause auch ja nichts mehr selber machen muss. Das hat aber auch seinen Preis. Eine fertige Salatplatte für ca. 2 Personen etwa 18,- Dollar und Möhren- und Selleriesticks mit Dip für die Diätfanatiker so in etwa 12-15,- Dollar. Und nicht zu vergessen, es kommen immer noch mal so ca. 10 % Tax dazu. Anders als in Deutschland ist die Ware netto ausgezeichnet und man muss immer noch die Steuer dazurechnen. Auf diese Weise soll es möglich sein die Preise der Waren bundesweit zu vergleichen, weil jeder Staat andere Steuersätze hat. Wir schlenderten also durch den Supermarkt und erkundeten das Angebot bis es kurz nach zehn war. Wieder draußen, mußten wir aber feststellen, das der Telefonladen immer noch geschlossen war. Also fuhren wir weiter Richtung Sarasota. Es sollte über 30 Kilometer dauern, bis wir endlich einen AT&T Telefonladen finden sollten. Aber so ist das wenn man etwas sucht. Man findet alles, nur nicht den Laden oder die gesuchte Kette. Nagelstudios z.B. sahen wir Dutzende. Und auch viele andere Telefonanbieter wie Spring etc.. Die SIM-Karte war schnell besorgt. Eine Prepaid Karte für 100,- $ Guthaben. Hat den Vorteil, dass sie ein Jahr lang gültig ist. 20,- $ Karten verfallen nach 30 Tagen, wenn man Sie nicht wieder auflädt (so wie es bis vor 2 Jahren in Deutschland auch noch üblich war). Dazu gab es dann noch mal 20,- $ Guthaben geschenkt, weil ich Neukunde war. Kann man nicht meckern! Nach erfolgreichen Telefonat mit unseren Freunden fuhren wir durch bis zu unserem Motel in Bradenton (Econo Lodge East), älteres Modell, einfach aber sauber, voll ausgestattet (Mikrowelle, Kühlschrank usw.) preisgünstig und irgendwie ganz gemütlich mit dem Pool mitten auf dem Parkplatz. Und Mcdoof ist sogar gegenüber zu Fuß erreichbar. Und das in Amerika; zu Fuß!?! Die Motelleitung spricht übrigens auch Deutsch. Nach kurzen Frischmachen ging’s dann zum Treffen mit unseren Freunden in ein Restaurant (Kette) namens Applebees. Wir waren eine bunte Mischung von Schon-lange-Deutsch-Floridianern, Neu-Floridianer, Noch-nicht-aber-bald-Floridianer (wir) und Bleibe-noch-in-Deutschland-Deutschen. Essen gut, Leute gut, alles gut.

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Kaum hatten wir dieses gemütliche Essen mit Freunden verdaut, ging es am nächsten Tag auch schon weiter nach St. Petersburg über die beeindruckende Sunshine Skyway-Bridge zum Forumstreffen mit Bekannten und Unbekannten aus dem Auswanderer-Forum. Aber erst musste noch ein kleiner Zwischenstop im Prime Outlet in Ellenton eingelegt werden (über 4 1/2 Stunden, 130 Geschäfte). Da morgen Memorial Day war, und alle Leute frei hatten an diesem Feiertags Wochenende, war der Parkplatz des Outlets bereits gegen Mittag total voll. Und das will was heißen. Grob geschätzt 4000 Parkplätze. Keine Ahnung, auf jeden Fall seeeehr groß. Man tut gut daran, sich seinen Parkbereich z.B. E2 zu merken. Sonst kann’s peinlich werden bei der Autosuche. Diese Erfahrung sollten wir auch noch in Orlando machen. Aber hier ist ja alles groß. Parkplätze sind riesig groß, Supermärkte haben 36 Kassen, die Autos sind natürlich groß und deshalb sind auch die Straßen groß. 3-4 Spuren in der Stadt sind normal. Platz spielt keine Rolle. Ist ja genügend da. Nach erfolgreicher Jagd auf Schnäppchen ging es weiter ins Motel Comfort Inn & Suites at Tropicana Field in St. Petersburg. Gute Mittelklasse, schöner Pool und gutes Frühstück. Kurz geduscht und umgezogen, dann weiter zum Treffen in Pia’s Trattoria. Ein kleines, gemütliches, italienisches Restaurant in Gulfport. Statt Hamburger, Tacos oder Pizza, gab es heute mal leckere Panninis und Pasta.

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Montag, es war Memorial Day, hatten wir eigentlich geplant den Vergnügunspark Bush Gardens in Tampa zu besuchen und uns ordentlich durchrütteln zu lassen in den diversen Achterbahnen. Aber angesichts des Feiertages und der Tatsache, dass entweder jeder an den Strand fährt oder in einen der Vergnügungsparks rennt, haben wir beschlossen einen Tag frei zu nehmen und gemütlich Richtung Clearwater Beach zu fahren (nur fahren, nicht baden!). Einen der 5 schönsten Strände der USA. Aber zuerst noch ein kurzer Kulturstop am Pier in St. Petersburg und beim Salvador Dali Museum (von außen). Donkin Donuts durfte zum Frühstück natürlich nicht fehlen. Und dann waren wir auch schon fast am Clearwater Beach, nur der kleine Stau vor uns trennte uns noch. In Clearwater Beach angekommen gingen wir ins Sea Aquarium und sahen unsere ersten Delphine. Die Vorführung war ganz schön und es wurde auch immer wieder betont, wie sehr man sich dort für die Rettung und Pflege kranker Tiere einsetzt. Allerdings fanden wir, dass die Schwimmbasins für die agilen Delphine etwas trostlos und sehr klein waren. Die Tiere machen aber einen sehr aufgeweckten Eindruck. Aber die Vermarktung der Delphine in Florida als Geldquelle im Tourismus ist ein eigenes Kapitel für sich und würde jetzt den Rahmen hier sprengen. Anja machte noch eine völlig neue Erfahrung mit anderen Meeresbewohnern. Im Streichelbecken konnte Sie zum ersten Mal Stachelrochen (Stingrays) berühren. Das Bild sagt glaube ich wohl alles ;-) . Auf dem Parkplatz dann mal ein kleiner Größenvergleich: Deutscher Mercedes gegen amerikanischen GM Yukon, und Anja dazwischen. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück ins Motel und erledigten noch den fast schon obligatorischen Walmart-Besuch um einige Kleinigkeiten zu besorgen. Die Pizza am Abend gab es dann von nebenan, einer kleinen Pizzeria mit Delivery Service. Aber wir schafften es die Pizza selber und zu Fuß zu holen. War einfach lecker. Also verhungern tut man dort bestimmt nicht, wenn man Pizza liebt. Morgen sollte es dann weitergehen nach Orlando und zur Führerscheinstelle.

4 comments Juni 20, 2008

21. Bulletin!!! Halte unsere Gc in den Händen…

Heute war es endlich soweit, und Fedex klingelte an der Tür mir dem lang ersehnten Brief. Darin enthalten unsere Greencards, Social Security Numbers und unsere ersten Debit Cards von der Bank (SSN und Bank haben wir auf der Aktivierungsreise erledigt). Ist schon ein tolles Gefühl endlich diese Karte live und in Farbe in den Händen zu haben. Wenn man denkt, dass es jetzt über ein Jahr her ist, dass wir die Gewinnmitteilung erhalten haben. Sehen gar nicht so wichtig aus die 2 kleinen Kärtchen. Und der ganze Aufwand wegen all der Papiere für’s Konsulat scheint auch schon ganz weit weg zu sein. Jetzt wird aber erst einmal ein wenig gefeiert. Das erste große Ziel ist erreicht, und morgen geht es weiter mit der Planung für den Umzug.

Greencards

P.S: Die Bilder sind echt häßlich geworden. Und damit müssen wir jetzt leben ;-)

1 comment Juni 18, 2008

20. Aktivierungsreise – Florida is awesome …

kurz gesagt, Florida ist einfach großartig und unsere Aktivierungsreise war fantastisch. Zwar total stressig, weil jeden Tag Programm angesagt war, aber auch super schön. Einige Bilder hatte ich ja schon während unserer Reise in unser Flickr Online-Album als kleine Vorschau eingestellt, aber jetzt muss ich erst mal die 2000 anderen bearbeiten und dann hochladen. Aber alles der Reihe nach. Werde jetzt mal alle paar Tage unseren Reisebericht hier niederschreiben. Hoffe ich krieg noch alles so zusammen. Es waren doch unheimlich viele neue Eindrücke jeden Tag. Könnte man glatt ein Buch drüber schreiben. Upps, da gibt’s ja schon so viele. Muss also nicht sein.Aber jeder macht halt so seine eigenen Erfahrungen.

Am 23. Mai ging’s los mit LTU von München nach Fort Myers. Pünktlich mittags um 12 startete der Flieger. Anja hatte ganz schön mit Ihrer Flugangst zu kämpfen aber es war Gott sei Dank ein sehr ruhiger Flug mit nur wenig Turbulenzen. Aber 10 1/2 Stunden im Flieger sind ganz schön laaang. Eins weiß ich jetzt: Beim nächsten Flug nehme ich mir ein gutes Buch mit um die Zeit tot zu schlagen. Wir hatten glücklicherweise eine Viererreihe für uns alleine, weil der Flieger nicht mal halb voll war. Sonst hätte ich echte Probleme gehabt bei der engen Bestuhlung meinen Sumoringer Körper in einen dieser Kindersitze zu zwängen. Aber so passte alles und wir kamen etwas erschöpft um 16.40 h Ortszeit in Fort Myers an.

Die Immigration war ein Thema für sich. Vorab, wir waren die letzten die den Flughafen verließen. Selbst die Zollbeamten waren früher raus. Nach ca. 30 Minuten Warten in der Reihe kamen wir endlich am Einreiseschalter dran und zeigten stolz unsere Pässe mit Immigration-Visa. Die nette Lady lächelte und beglückwünschte uns auch gleich zur Immigration. Wir sollten nach hinten zum Immigrationoffice gehen und dort auf einen Kollegen warten, der sich dann um alle Formalitäten kümmern werde. Als wir dort ankamen wurde erst einmal unser Gepäck durchleuchtet und der Afroamerikanische Officer fragte recht streng, was denn in den einen Koffer wäre. Wir erklärten, dass wir deutsche Brotbackmischung für deutsche Freunde dabei haben, weil die mal wieder Schmack auf ein deutsches Brot haben. Darauf hin verneinte der Officer und sagte das kann nicht sein. Wir waren erst einmal etwas perplex und versuchten es ihm noch einmal zu erklären. Die Antwort kam prompt: „That’s not possible!“ Kurz schoss es mir durch den Kopf. Was jetzt? Gibt’s jetzt Probleme wegen dem blöden Brot?? Und der Officer fragte uns: „Wenn ihr in Amerika ein Kind bekommt, ist es dann ein deutsches Kind oder Amerikaner?“ „Äh, na dann natürlich Amerikaner.“ antwortete ich. „Also ist das amerikanisches Brot!“ schloss der Officer und grinste uns breit an. So ein A…. dachte ich mir kurz, mußte dann aber auch lachen. Wir wurden aufgefordert Platz zu nehmen und zu warten. 10 Minuten später kam auch schon der Mann für den Papierkram und nahm uns im Büro die Fingerabdrücke. Dann endlich sagte er auch den Satz auf den wir jetzt schon 1 Jahr lang gewartet haben: „Welcome to the United States!“ Wir hatten es geschafft und verließen als letzte den Flughafen Richtung Autovermietung. Draußen erwartete uns die feucht heiße Luft von Florida.

Bei Alamo holten wir problemlos unseren kleinen SUV Mietwagen ab und fuhren zum nahegelegenen Econo Lodge Motel in Fort Myers. Nach dem Einchecken ging es dann noch in den nächsten Walmart um ein Tomtom Navi, Getränke und Kühlbox zu kaufen. Abendessen wurde noch beim Taco Bell für 4,-$ geholt und dann saßen wir auf einer Bank hinterm Motel und verspeisten unsere Tacos und Burritos. Es war ziemlich dunkel in der Ecke und wir sahen irgend etwas bei den Mülltonnen rumschleichen. Erst dachten wir es sind Katzen, aber dann kamen ganz frech vier Waschbären bis auf 5 Meter an unsere Bank ran und begutachteten uns. Aber der Müll war dann doch interessanter für sie. So gegen 02,30 h früh ging es dann endlich ins Bett. Wir waren total erledigt, alle Klamotten klebten am Leib, aber endlich angekommen. Morgen sollte es dann weiter gehen zu unseren Bekannten in Bradenton/Sarasota.

to be continued

3 comments Juni 16, 2008

19. Vorfreude…

auf die bevorstehende Reise dominiert momentan unseren Alltag. Aber auch Skepsis. Sitze gerade Sonntagnachmittag am PC und mache mir so meine Gedanken über unsere Auswanderungspläne und ob das Alles auch klappen wird wie wir uns das vorstellen, oder ob wir Gefahr laufen eine Bauchlandung mit anschließenden Rückzug zu erleben. Das wir bei 0 anfangen müssen und es nicht einfach wird ist mir vollkommen klar. Habe ich alles schon erlebt. Aber halt mit 20 und 30 Jahren. Auslandserfahrung habe ich ja genug, und ich habe auch keine Probleme mich auf neue Menschen, Länder und Situationen einzustellen. Mein Berufsbild ist normal bis durchwachsen. Mehrsprachig und Computererfahren, mit Arbeitserfahrung in verschiedensten Bereichen. Wie es halt so ist, wenn man im Tourismus gearbeitet hat und sich seit einigen Jahren als Selbstständiger in einen ganz anderen Bereich rumschlägt. Anja ist mit Leib und Seele Filialleiterin, aber muss in Sachen Englisch noch viel aufholen. Leider ein echtes Handycap. Aber ich denke, dass wird sich nach 6 Monaten in den Staaten automatisch ausgleichen. Jetzt werde ich also erst einmal im Oktober alleine rübergehen und Anja noch weiter in Deutschland bleiben. Für mich bedeutet das natürlich, dass ich so schnell wie möglich einen Job in Florida finden muss, der uns beiden ein Überleben im ersten Jahr sichert. Und bei den extremen Niedriglöhnen, die dort gerade in Serviceberufen gezahlt werden, könnte das ganz schön eng werden. Außerdem hört man so viele unterschiedliche Meinungen über den Arbeitsmarkt in Amerika. Die Rezension ist inzwischen angekommen und es gibt immer mehr Entlassungen. Einwanderer sind nur noch willkommen, wenn Sie hochqualifiziert sind. Und kein guter Job ohne Studium. Wenn ich das alles höre, werde ich sehr stark an Deutschland erinnert. Auf der anderen Seite lerne ich immer wieder Leute kennen, die die Ansicht vertreten, dass man in Amerika schneller aufsteigen und beruflich etwas erreichen kann als hier. Es stellt sich nur die Frage ob ich ohne Studienabschluss (BWL, Bachelor etc.) auch die Chance dazu erhalte, oder ob ich mir die Hacken abrenne für nichts und wieder nichts wie hier in Deutschland. Wir wandern ja nicht zum Spaß aus, sondern wollen uns eine bessere Zukunft aufbauen. Den hier ist für uns mit 40 das Ziel leider erreicht und lässt sich nicht mehr verbessern. Im Gegenteil!

Andererseits freuen wir uns schon total auf Florida und die ganzen netten Leute, die wir schon übers Internet kennengelernt haben. Hatten erst vor 2 Tagen ein sehr nettes Telefonat mit einem Forumsmitglied, der uns unbedingt geraten hat diesen Schritt zu wagen. Und ich denke auch die Jobsuche ist vor Ort einfacher, wenn man die Firmen persönlich ansprechen kann. Irgenwie muss ich drüben über den richtigen Job stolpern. Denn noch einmal im Reisebüro die Zeit absitzen kommt für mich nicht mehr in Frage. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe die Touristikbranche und möchte auch wieder unbedingt in diesem Bereich arbeiten, aber im Reisebüro muss es echt nicht sein. Da fand ich meine Zeit als Reiseleiter schon um Klassen besser. Es hat einfach Spaß gemacht an der Front zu arbeiten und das Feedback der Leute zu erhalten (wenn auch manchmal heftig). Und eine Bewerbung über Internet ist nicht so einfach, wenn man nicht den Standardlebenslauf mit Studium vorweisen kann. Aber ich bin ja flexibel. Hoffe die Amis auch :) .

7 comments April 27, 2008

18. Lange ist’s her…

seitdem ich den letzten Eintrag hier machen konnte. Aber es gab und gibt auch nicht wirklich viel Neues. Neben Arbeit und Studium sind wir Beide vollauf mit der Planung der Aktivierungsreise beschäftigt gewesen. Die Route steht nun endgültig fest und so nach und nach habe ich auch schon alle Motels und Hotels gebucht. Inzwischen kenne ich fast jede Absteige bis zur Luxusherberge in Süd-West-Ost- und Mittelflorida auswendig mit all Ihren Vorzügen, Bewertungen, Meinungen in den diversen Foren und unterschiedlichsten Preisen, je nach Suchmaschine. Jedes Reisebüro würde mich wahrscheinlich jetzt mit Kusshand einstellen als Expedient für Florida-Rundreisen. Ganz zu schweigen von meinem fundierten Wissen des amerikanischen Straßennetzes in Florida, besonders im Bereich Tampa, Bradenton/Sarasota, Fort Myers, Orlando, Miami und natürlich Key West. Da stellt sich nun die Frage, ob wir überhaupt noch ein Navi brauchen, oder ob mein bio-chemischer Großrechner nicht die selbe Leistung bringt. Die Duval Street (Sloppy Joe’s usw.) finde ich jetzt mit verbundenen Augen. Ab Key Largo immer geradeaus :-P .

Leider musste ich feststellen das die Preise der letzten Jahre, welche man in diversen Florida Foren findet in der Regel viel zu niedrig angegeben sind. Die Inflation und wirtschaftliche Weltlage ist auch an Florida nicht vorbeigezogen. Da frag ich mich schon wie man sich diese Hotelpreise leisten will und kann, wenn man sein Geld in Dollar verdient. Selbst mit den für uns jetzt noch günstigen Wechselkurs ist Florida nicht mehr gerade ein günstiges Reiseziel; z.B. Übernachtungspreise von 150-300 $ im Mittelfeld, wenn es ein Strandhotel sein soll. Teurer geht natürlich immer. Motels beginnen mit ADAC Rabatt (sprich AAA) so im Schnitt bei 60 $ inklusive Tax. Aber das ist dann schon billig (mit allen Konsequenzen – mal schauen). Da kommt bei 19 Übernachtungen schon einiges zusammen. Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu empfindlich, da ich als Reiseverkehrskfm. in etwa die Booking Preise der Veranstalter kenne. Und da liegen Welten dazwischen. Nur zur Info: Der Benzinpreis liegt heute für Regular bei 3,30-3,45 $ pro Gallone in der Gegend von Tampa Bay.

Attraktionen wie Bush Gardens in Tampa, Seaworld in Orlando, die Everglades, Miami Beach und der Ocean Drive mit seinem Art Deco Viertel und natürlich das Kennedy Space Center sind schon fest eingeplant und natürlich Pflichtprogramm. Eigentlich hätten wir gerne auch den Start des Space Shuttle Ende Mai live gesehen, aber da unser Zeitplan diesmal nicht gerade flexibel ist und der Start schon einmal verschoben wurde haben wir uns dagegen entschieden und heben uns das für später auf.

Die letzte Woche steht dann Wohnungssuche und Papierkram (so weit noch nicht erledigt) auf dem Programm. Führerschein werden wir unterwegs machen in Tampa oder Orlando. Und ganz doll freuen wir uns schon auf den Besuch bei unseren Floridafreunden. Werft schon mal den Grill an :-P . Jetzt läuft der Countdown. Foto und Laptop gehen natürlich mit auf die Reise und in vielen Hotels haben wir auch Internet. Werde dann versuchen möglichst zeitnah zu berichten und auch reichlich Schnappschüsse hochladen. Jetzt müssen die uns bei der Immigration nur noch rein lassen.

Cu Andy

Tampa Bay

Add comment April 9, 2008

17. Die Aktivierungsreise

ist nun gebucht!! Juhuu :-P Kann’s kaum erwarten, bis es dann endlich losgeht. Aber das dauert ja noch so ewig lange. Eigentlich war es gar nicht geplant jetzt schon zu buchen. Die ganze Sache passierte mehr oder minder spontan.

Da Anja ausnahmsweise am Dienstag einen freien Tag hatte und immer noch (oder schon wieder) mit ihrer Erkältung rumkämpfte, waren wir also Beide den lieben, langen Tag zu Hause. Anja auf der Couch zum Auskurieren, und ich am Computer, sollte eigentlich Lernen. Aber irgendwie geht das gar nicht, wenn immer ein leidendes Etwas hinter Einem schnieft und hustet. Was zur Folge hatte, dass ich mehr gesurft bin als sonst was zu tun. Dabei kamen wir natürlich am Nachmittag wieder mal auf Florida und unsere Reisepläne zu sprechen. Nach einigen Recherchieren hatte ich eine super Flugverbindung München-Fort Myers Nonstop ohne Zwischenlandung entdeckt. Nonstop ist übrigens Pflichtprogramm bei uns, weil Anja sonst 1000 Tode vor lauter Flugangst stirbt, und ich wahrscheinlich keinen heilen Finger mehr an der Hand habe nach den Drückattacken von 2 Starts und 2 Landungen. Der Preis war Angesichts der Top-Verbindung und den guten Flugzeiten auch absolut O.K.. Kurz und gut, nach ein bisschen Diskutieren und Vergleichen mit dem restlichen Angebot der nächsten 3 Monate klickte ich ein paar mal, gab meine geheimsten Daten ein und druckte mir unsere Buchungsbestätigung (=Ticket bei elektronischer Buchung) aus. Und weil wir gerade so schön dabei waren, gab es den passenden Mietwagen gleich hinterher.

Jetzt ist es also entschieden. Ende Mai geht’s für volle 18 Tage ab nach USA zu Disney, Flipper und Co. Nicht zu vergessen meine geliebten Alligators. Weiß noch gar nicht so genau, was wir uns alles anschauen werden. Klar wollen wir wenigstens die wichtigsten Sachen sehen, aber da gibt es ja sooooo viele. Und die Eintritte speziell bei Disney sind auch oft ganz schön happig. Da heißt es jetzt planen, was ein absolutes „Muss“ ist und was wir irgendwann in den nächsten 10 Jahren mal anschauen. Und es soll ja nicht nur ein Urlaub sein, sondern vor allem auch eine Orientierungsreise um unser späteres Zuhause zu finden. Außerdem wollen wir schon einigen Paperkram erledigen und die Augen nach einer passenden Wohnung und einem Auto offen halten. Wird also ein ganz nettes Programm. Fürs Erste habe ich mal folgende Route auserkoren (permanente Änderungen und Anpassungen wahrscheinlich und gewollt):

Größere Kartenansicht

Wenn jemand noch gute Vorschläge zur Route oder absoluten Highlights hat, nur her damit. Natürlich stehen auch noch ein paar nette Besuche auf dem Programm. Aber wie gesagt, es dauert ja noch soooo lange bis Ende Mai. Aber freuen tun wir uns jetzt schon!!! :-P

4 comments Februar 1, 2008

16. Der Alltag hat uns wieder…

eingeholt und so geht alles wieder seinen gewohnten Lauf mit mal mehr und mal weniger Grund zum Ärgern. Momentan leider etwas mehr davon, weil anscheinend jeder Geld braucht und meint, man müßte sich das beim Steuerzahler und Mieter holen.

Als ich gestern die Post öffnete, warteten gleich 2 Überraschungen auf mich. Der Kirche ist jetzt nach über 2 Jahren eingefallen, dass ich doch evangelisch bin und die letzten Jahre ein Gewerbe hatte. Die Tatsache, dass meine Frau keiner Kirche zugehört und ich offiziell zur Zeit kein Einkommen habe und wir zusammen veranlagt werden interessiert die Geistlichen nicht, und Sie fordern irdischen Mammon, auch Kirchensteuer genannt, am Besten in Euro und reichlich. Natürlich rückwirkend, damit es sich auch lohnt. Gut, wir werden das noch ein bisschen schieben bis es sein muss oder uns das Finanzamt für immer vergisst. Aber viel Hoffnung habe ich nicht. In Brief Nummer 2 ein netter Gruß unseres Vermieters, der die Meinung vertritt, das die Nebenkostenvorauszahlung um 20 Euro p.M. erhöht werden muss, ab sofort, weil wir ja unverschämter Weise gegen die letzte Abrechnung, die 1 Jahr überfällig war und in der unsere Wohnung auf einmal fast 10 m² mehr Wohnfläche aufzuweisen hatte (wenn ich bloß wüsste wo die sind??), Widerspruch eingelegt haben. Wir haben jetzt eine Abrechnung für insgesamt 2 Jahre erhalten. Den ausstehenden Betrag von fast 170 Euro möchte er gerne haben und die m² interessieren ihn nicht, weil ja das ganze Haus geheizt werden muss. So wörtlich. Also muss er die Nebenkostenvorauszahlung erhöhen um das Geld wieder reinzuholen. Bei so viel unverschämter Vermieter-Logik versagen mir die Worte. Zumal ich im September schon einen Brief geschrieben hatte, in dem ich auf die falsche Quadratmeterzahl hinwies, eine Ausmessung der Wohnung und Berichtigung der alten Abrechnung forderte. Man bemerke, jetzt geht es schon um eine neue Abrechnung von Nov. 2007 . Also insgesamt um 3 Jahre inzwischen. Doch Wohnung ausmessen kostet dem Vermieter Geld und wird deshalb vermieden. Lieber auf der Treppe meine Frau anpöbeln und lauthals nach Geld schreien. Nicht das mich jetzt jemand hier falsch versteht. Der Vermieter soll bekommen, was ihm bei einer korrekten Abrechnung zusteht. Zumindest wir haben bisher immer alle unsere Rechnungen und Miete pünktlichst bezahlt. Aber über den Tisch ziehen lassen wir uns nicht. Zumal der gute Mann uns ja nur nicht kündigt, weil wir die Abzahlung seiner Raten finanzieren. Mieter im Allgemeinen scheint er nicht sonderlich zu mögen. Mal sehen ob mit dem Mann noch vernünftig zu reden ist. Wenn nicht, befürchte ich, werden wir um einen Gang zum Anwalt nicht herumkommen. Dabei haben wir alles versucht um mit den neuen Hausbesitzern gut aus zukommen. Aber wenn die im Haus wohnen ist das gar nicht mal so einfach. Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt heißt es noch bis Herbst die Situation und diesen Vermieter irgendwie zu ertragen.

Und da wären wir auch schon bei unseren Zukunftsplänen. Vielen Dank erstmal für all Euer Feedback und die vielen eMails. Hat uns richtig Auftrieb gegeben für den weiteren Weg. Geplant ist jetzt erst einmal eine Aktivierungsreise Ende Mai bis Mitte Juni nach Florida. So ca. 3 Wochen Rundreise mit Mietwagen durch halb Florida. Von Orlando nach Jacksonville, dann die Ostküste runter, Miami, die Keys und wieder hoch über Naples, Sarasota, Tampa. Wir möchten möglichst viele Eindrücke sammeln, um uns dann später besser für ein Auswanderungsziel entscheiden zu können. Natürlich ist der mögliche Job entscheidend, aber die Gegend, Infrastruktur und Wohlfühlfaktor ist mindestens genau so wichtig. Außerdem werden wir versuchen schon mal die Driver License und SSN zu erledigen. Hoffe wir schaffen das in der letzten Woche des Urlaubs. Eventuell auch noch Bankkonto eröffnen. Wir sind bloß nicht sicher ob die Bestätigung der SSN Beantragung ausreicht für die DL und die Bank. Falls da jemand persönliche Erfahrung in Florida gemacht hat, wären wir um Info dankbar. Im Auswanderer-Forum gibt es verschiedene Meinungen zu diesem Thema. Nun ja, und ganz langsam fang ich schon mal an jeden Tag nach eventuellen Jobs und Wohungen in der Region Tampa, Lakeland, Jacksonville und Orlando zu suchen. Aber mehr zur allgemeinen Info, denn geographisch ist das Gebiet noch zu groß und wird sich erst nach unserer Reise einengen lassen. Die Preisunterschiede sind teilweise enorm. Die weitere Planung sieht dann vor, dass wir nach unserem Florida-Trip die Wohnung hier auflösen und ca. Mitte Oktober wieder rüber fliegen. Hoffentlich bis dahin schon mit einem Job Angebot in der Tasche. Aber es ist noch viel zu organisieren und zu verkaufen, denn wir werden im Gegensatz zu vielen anderen keinen Container verschiffen, sondern nur mit dem Nötigsten rüber gehen. Ist auch eine Frage der Finanzen und der Menge an Hausrat. Mal sehen wie es weitergeht. Ein bisschen Glück gehört ja auch immer dazu.

2 comments Januar 26, 2008

15. Der Postman klingelte nur einmal..

aber hatte heute unseren braunen Umschlag vom Konsulat in der Hand. Ich konnte es gar nicht glauben. Nur drei Tage und das, obwohl wir erst nach dem Interview zum Medical sind. Habe gleich Anja angerufen und ihr ins Ohr gebrüllt. Da wusste Sie sofort was los ist. Die Visa sind da!!!!

5 comments Januar 10, 2008

14. Es ist geschafft – unser Visa Interview….

war einfach Klasse!!! Und es ist wirklich so wie alle gesagt haben. Easy-going. Der ganze Stress und das Nervenflattern waren absolut unnötig. Wenn nichts dazwischen kommt sollten die Visas Ende nächster Woche bei uns im Briefkasten sein. Aber jetzt mal der Reihe nach.

Sonntag Morgen um halb vier war es vorbei mit Schlafen. Wir waren beide zu angespannt und sind dann schon um 04.00 h aufgestanden. Nach dem Packen und einen kurzen Kaffee starteten wir schließlich um 07.00 h Richtung München. Auf der Straße war es spiegelglatt, eine Mischung aus Matsch und gefrorenen Eisregen. Im Radio liefen auch andauernd Wetter- und Verkehrswarnungen wegen Sturm, Glatteis und zahlreichen Unfällen. Also wirklich kein Tag zum Autofahren. Wir schlichen so mit 50-60 kmh auf der Bundesstraße dahin. Und keine 20 Minuten später auch schon der erste Unfall direkt vor uns. Eine junge Frau hatte sich gedreht und ist voll in die Leitplanke. Hilfe war schon da und die Polizei auf dem Weg. Also konnten wir nach 5 Minuten weiter fahren. Nach München wurde es dann langsam besser, aber es war eine ziemlich nervige Fahrt mit viel Verkehr auf der Autobahn. Gegen 15.00 h erreichten wir das Hotel Friedberger Warte in Frankfurt. Liegt genau neben dem Konsulat, aber leider ist der Eingang ca. 1,5 km entfernt, wie wir nach einer Erkundungsfahrt feststellen mussten. Also doch das Auto benutzten am nächsten Morgen. Insgesamt aber ein sehr schönes Hotel mit Gratis-Parken im Innenhof und einen wirklich guten Kaffee. Auch das Zimmer war sauber und gemütlich. Nur zu empfehlen, das Preis-Leistungs Verhältnis stimmt und die Lage ist ideal. Weil wir beide noch ziemlich angeschlagen waren von der Erkältung und der Fahrt blieben wir im Hotel und machten einen gemütlichen Fernsehabend. Abendessen habe ich bei McDoof um die Ecke geholt. Das hat vollkommen gereicht. Nach maximal 3 Stunden Schlaf und dem ganzen Nachtprogramm von 40 Fernsehsendern sind wir dann um 05.00 h aufgestanden und machten uns fertig. Auschecken um 06.15 h , noch einen kurzen Kaffee an der Hotel Cafe-Bar(wirklich lecker dort) und dann gings mit dem Auto zum Konsulat.

06.50 h am Konsulat angekommen standen schon 4-5 Autos da und warteten. Es war eiskalt und regnete, also blieben wir wie alle Anderen auch im Wagen sitzen und ließen die Heizung laufen. Parkplätze gibt es reichlich so früh am Morgen. Nur die Plätze hinter dem Zaun sind für die Angestellten reserviert, aber der Parkwächter kommt erst um 07.30 h.

 

Als dann um ca. 07.10 h die ersten Richtung Eingang gingen stellten wir uns auch an. Das muss der Herdeneffekt sein. Denn auf einmal kamen alle aus ihren Autos und innerhalb von 3 Minuten hatte sich zwei Schlangen von ca. 40 Menschen gebildet. Eine Schlange für Non-Immigrant Visas und die andere für alle übrigen. Bevor wir uns versahen standen wir ganz vorne und hatten die Pool-Position, was eigentlich gar nicht unsere Absicht war, denn man konnte sich an niemanden orientieren wie es weitergeht. Egal. 07.35 h ging es los und ein Herr mit ausgeprägten Südstaatenakzent erklärte auf Englisch die Reihenfolge. Wir kamen gleich nach drei Passbewerbern dran und erhielten nach Kontrolle der Pässe und der Einladung unsere Glücksnummer W500. Dann weiter zum Sicherheitscheck. Alles abgeben, Mappe, Autoschlüssel, Uhr, Gürtel, Jacken und alle Hosentaschen entleeren dann durch die Schleuse und alles wieder anziehen. Über den Hof geht es dann rüber zum Hauptgebäude.

Ein junger Mann fragte uns dann am Eingang der Halle in welcher Angelegenheit wir da sind und schickte uns zu Schalter 22 zum Bezahlen. Die Halle war irgendwie beeindruckend mit den ganzen Flaggen aller Bundesstaaten. In der Mitte die berühmten 299 Stühle, außen herum die Schalter mit Glasscheibe und Gegensprechanlage, hinten 2 Fotoautomaten, Kopierer und Briefmarkenautomat und eine kleine Cafe-Theke mit Snacks in der Ecke. Der Schalter war noch geschlossen öffnete dann aber punkt 08.00 h. Die Dollar hatte ich in Bar dabei, weil der Kurs bei der Bank etwas günstiger ist als im Konsulat 1$=0,72€. Als der Schalter dann öffnete der einzige kleine Schock des Tages. Wir standen nicht auf der Liste und es war auch keine Quittung für uns vorbereitet. Während wir warteten wurde auf einmal unsere Nummer aufgerufen für Schalter 23. Etwas verdutzt wechselten wir den Schalter. Eine nette Amerikanerin wollte erst unsere Pässe und Passfotos. Die Gebühr fürs Visa (seit 1.Januar 775 US $!!) pro Person könnten wir auch später zahlen. Erst sprach sie Englisch, sagte aber sie könne das Gespräch auch auf Deutsch führen, was wir gerne annahmen. Unsere Passfotos wurden als „perfect“ genehmigt und wir erhielten den Umschlag für die Zusendung der Visas, welchen wir noch mit unserer Adresse und Briefmarken im Wert von 4,25 € versehen sollten. Außerdem den Zettel zum Unterschreiben das alle unsere gemachten Angaben korrekt seien. Während ich das Cuvert beschriftete zahlte Anja an der Kasse und 2 Minuten später wurden wir schon zu Schalter 21 bestellt. Die Durchsagen sind übrigens in Englisch und Deutsch, und sehr gut zu verstehen. Außerdem leuchten die Nummern auf der großen Tafel auf. Der junge Mann am Schalter prüfte noch einmal alle unsere Angaben, dann die Dokumente. Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, polizeiliches Führungszeugnis, Schulzeugnis, Vermögensübersicht. Unsere Kontoauszüge reichten ihm völlig aus. Die Lebensversicherung wollte er gar nicht mehr sehen. Nur das Auto wurde nicht als Vermögensnachweis akzeptiert. Schade, der ganze Stress wegen dem KFZ-Brief war umsonst. Wir erhielten das Welcome-Buch for New Immigrants und er meinte es sehe alles sehr gut aus, wir müßten nur noch zum Konsulvertreter.

Danach dauerte es ca. 30 Minuten bis wir wieder aufgerufen wurden. An Schalter 17 wartete der Konsulbeamte um uns das Form 230 unterschreiben zu lassen und die Fingerabdrücke zu nehmen. Anja war ganz angetan von dem Mann. Wie Sie sagte, „eine echte Sahneschnitte“. So ist Sie nun mal bei Männern mit Krawatte. Da wird sie schwach. :-) Er fragte nur kurz auf Englisch was unsere Pläne in Amerika seien und war mit meiner Antwort (natürlich auch auf Englisch) anscheinend sehr zufrieden. Als er bemerkte, dass meine Frau noch nicht so gut Englisch spricht führte er das Gespräch auf Deutsch weiter. Fand ich sehr nett. Dann hieß es nur noch, dass wir jetzt noch zum Medical müssen und hier fertig sind. Good luck!. Thank you very much. Und Tschüss. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht sind wir dann zum Ausgang und ab zum Medical in der Frankfurter Innenstadt. Um 09.25h waren wir beim Konsulat fertig. Ja, so schnell kann’s gehen.

1 comment Januar 9, 2008

13. Frankfurt – Wir sind soweit

Auch wenn wir es selber kaum glauben können, haben wir es geschafft alle noch fehlenden Unterlagen fürs Interview innerhalb von nur drei Tagen zusammen zu bekommen. Aber ganz einfach war’s nicht.

Die Impfungen hatten wir ja schon alle komplett. Polizeiliche Führungszeugnisse waren auch schon erledigt. Geburtsurkunden fehlte nur noch meine. Also schnell bei meinen Eltern 50km entfernt abgeholt und sogar durch Zufall noch meinen Ausmusterungsbescheid gefunden. Ich hatte ihn ja weggeworfen, aber mein Vater hat ihn beim Umzug anscheinend wieder entdeckt und abgeheftet. Nebenbei noch zum Friseur und die Winterwolle stutzen lassen, dann Fotos gemacht und bestellte US-Dollar bei der Bank abgeholt. Ebenso die Kontounterlagen vervollständigt und dann mal gleich ein bisschen Proviant für die Fahrt nach Frankfurt geholt. Zu Hause dann per Telefon und Fax Vermögensnachweise wie Rückkaufswert Lebensversicherung und Kopie vom KFZ-Brief organisiert (+Schwacke Schätzung). Anja ist Freitag dann noch zum Kopierladen und hat Fotos machen lassen. Waren leider total falsch, obwohl die Fotografin sich angeblich mit Visa Fotos auskennt. Also heute morgen noch mal hin und reklamiert. Die Dame war super nett und wir mussten auch nichts bezahlen. Die neuen Fotos sollten jetzt passen. Außerdem fehlen Anja noch Unterlagen aus Nürnberg. Aber da fahren wir auf dem Weg nach FRA sowieso vorbei und werden kurz bei Ihrer Schwester anhalten und die Papiere einpacken.

Die Mappe ist gepackt!

Und weil’s so gut passt hat Anja seit Montag eine ausgewachsene Erkältung mit Fieber, Husten und allen was dazu gehört. Am Donnerstag, als es Anja allmählich besser ging habe ich die ganzen Erledigungen und Banksachen gemacht um dann Abends ebenfalls mit Fieber flach zu liegen. Jetzt hocke ich hier zu Hause und versuche mit Grippostad, Schnupfentropfen, Tee mit Honig und anderen Hilfsmitteln wieder fit zu werden. Morgen früh geht’s dann ab nach Frankfurt, wo ich schon ein Zimmer in einem Hotel in der Nähe vom Konsulat reserviert habe.

Irgendwie hatten wir gedacht, dass wir das mit den Vorbereitungen ganz locker und gemütlich abhandeln können. Aber da sind wir auch davon ausgegangen, dass wir 4-6 Wochen Zeit hätten und nicht nur 3 Tage, wie es jetzt durch die Feiertage und der späten Mitteilung aus Kansas der Fall war. Aber egal, sortiere jetzt noch unsere Unterlagen und morgen geht’s dann los. Interviewbericht gibt’s natürlich postwendend noch in den nächsten Tagen.

Cu
Andy

3 comments Januar 5, 2008

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