32. neues Jahr – neues Glück?!

Januar 16, 2009

kaum zu glauben, aber Weihnachten und Sylvester sind schon vorbei und ein neues Jahr hat begonnen. Die Zeit seit unserer Ankunft in Florida rast einfach nur so dahin. Die Feiertage hier alleine, ohne mein Schatz Anja, waren natürlich nicht ganz so schön. Aber einige deutsche Filme vom Laptop ab auf den neuen HDTV :-P und ein sehr schönes Weihnachtsessen bei unseren Freunden haben dann doch noch etwas Feiertagsfeeling gebracht.

Der ganze Dezember bestand eigentlich nur daraus die Sachen vom November abzuschließen. So war ich gezwungen die Autoversicherung ein zweites Mal zu machen, weil wir den günstigen Tarif vom November nun leider doch nicht bekommen haben. Fehler von ???. Macht auf jeden Fall 300 $ mehr in 6 Monaten. Haben uns ganz schön darüber geärgert. Aber leider musste ich nach viel Rennerei feststellen, dass die anderen Versicherer noch teurer waren. Dann gab es noch mehrere Besuche bei der Bank, weil meine Schecks an eine falsche Adresse verschickt wurden und nie bei mir ankamen. Und ohne Schecks geht hier nun mal gar nichts. Als ich die Schecks dann endlich hatte, galt es herausfinden wie ich Strom- und Wasseranbieter dazu bringe die monatliche Rechnung direkt vom Bankkonto abzubuchen. Dafür braucht man nämlich einen voll ausgestellten Scheck, den man als ungültig / Void kennzeichnet und dann mit einem Begleitschreiben und allen persönlichen Daten an den jeweiligen Anbieter per Post schickt. Und mit etwas Glück wird die Rechnung in 1-3 Monaten automatisch abgebucht. Funny! Isn’t it. Nur wissen muss man’s halt. Die neue Waschmaschine machte bei mir schon beim ersten Waschversuch schlapp (bin ja jetzt Hausmann :-) , noch!), irgend etwas ist abgebrochen wie sich später herausstellte  und musste repariert werden. Dauerte auch 2 Wochen und 3 Besuche vom Techniker. Und dann gab es da noch 100.000 Kleinigkeiten von Einkauf bis Ausstattung und Wohnungsreparaturen.

Im Moment schlage ich mich mit dem amerikanischem Gegenstück des deutschen Lebenslaufes herum. Hier Résumé genannt. Leider ist ein dt. Lebenslauf absolut kein Vergleich dazu. Man könnte sagen das ist wie ein Kurzdiktat und eine Doktorarbeit zu vergleichen. Sitze nun schon seit Längerem mit 2 deutschen Büchern, 3 amerikanischen Büchern zum Thema Job Hunting and Career und unzähligen (denn jeder weiß es noch besser), in meinen Favoriten abgelegten Webseiten zum Thema Résumé da, und bin auf jeden Fall schon ein bischen am Verzweifeln. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es sooo schwer ist ein vernünftiges Résumé anzufertigen und dass es mich so viel Zeit kosten würde. Die ganze Auswanderung war dagegen einfach nur Easy. Stressig, aber Easy. Mache drei Kreuze wenn ich damit durch bin!!! Aber Ohne brauche ich mich gar nicht bewerben; das ist das Erste was ein potenzieller Arbeitgeber sehen will, um den Bewerber einschätzen zu können. Und auch der erste große Stolperstein, wo kräftig aussortiert wird. Das Schwierige ist aber leider auch die Tatsache, das man nicht lügen soll (Referenzen werden gewöhnlich per Telefon beim alten Arbeitgeber geprüft), aber auf der anderen Seite gaaaaaanz dick auftragen soll. Denn Bescheidenheit ist hier fehl am Platz. Und diese Gradwanderung in einem vernünftigen und ansprechendem Englisch zu vollziehen bringt mich echt an meine Grenzen. Oder bin ich einfach zu blöd und alle Amerikaner sind Sprachgenies?!? Wer weiß. Nun kann ich mich nicht so ganz entscheiden was besser in mein Résumé passt: Ein Nobelpreis, mehrere Goldmedaillen oder die Erfindung eines neuen Medikamentes. Meine 39 Jahre Arbeitserfahrung im zarten Alter von gerade mal 41 Jahren sind dann glaube ich nicht mehr so wichtig.

Wie ihr seht drehe ich bald ab hier; auf jeden Fall bis dieses blöde Résumé und der dazugehörige Cover Letter fertig sind. Und dann brauch ich noch etwas Hilfe von Fortuna, wenn ich mich auf einen passenden Job damit bewerbe. So long …

P.S.: Glaubt ihr das? Habe gestern am Strand von Coquina Beach einen Holländer samt Wohnmobil aus Holland gesehen. Echt!!

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7 Comments Add your own

  • 1. Schatzi  |  Januar 16, 2009 at 6:47

    Du fehlst mir,nur mal so am Rande. Würde lieber schon bei dir und Scully sein.Und übrigens wenn wir noch mal Auswandern sollten, mache nicht ich das Licht aus. sei lieb gegrüßt von mozzarella

    Antworten
  • 2. Daniel S.  |  Februar 4, 2009 at 1:58

    Viele Grüße aus München, der Blog ist super und ich freue mich über viele spannende Geschichten so wie Bilder.

    Andy:
    Danke Daniel für deinen netten Kommentar. Die Werbung für eine gewisse Agentur musste ich aber dennoch entfernen. Bitte keine Spam-Kommentare mehr! LG aus den sonnigen aber im Moment viel zu kalten Florida. Andy

    Antworten
  • 3. Mikaela  |  Februar 10, 2009 at 5:33

    Hey Andy,
    toi, toi, toi weiterhin beim Bewerbung schreiben. Mich hat das Resume auch einige Nerven gekostet. Ich habe letztlich dann beim monster.com eine Fachfrau beauftragt, die mir super geholfen hat. Das haette ich so alleine trotz guter Sprachkenntnisse, mehreren Buechern und Vordrucken nicht hingekriegt. Hat natuerlich ein wenig gekostet, war’s aber wert. Spaeter hat noch mal meine erste Chefin hier drueber geguckt, es aktualisiert und noch mal ein wenig eingekuerzt.
    Alles Gute weiterhin. Wann kommt denn Deine bessere Haelfte dann nach?
    Liebe Gruesse aus L.A.

    Antworten
  • 4. Alex  |  Februar 16, 2009 at 7:52

    Na? Wie schauts mittlerweile it Deim resume und cover letter aus? Das hat mich damals auch so angekaest…und es war immer alles um sonst, weil mich in AL eh keiner wollt ^^
    Das mit dem Hollaender ist ja der Hammer! Hab mich totgelacht als ich das gelesen hab..und dann ham die gleich ihr ganzes Wohnmobil mitgebracht!! Die ham wohl zu viel Geld. ;-)

    Liebe Gruesse vom Norden der Ostkueste in den Sueden der Ostkueste :-)
    Alex

    Antworten
  • 5. Allen Ziegenfus  |  März 20, 2009 at 2:10

    Nur ein kleiner Hinweis — heuzutage braucht man eigentlich keine Schecks mehr in den USA. Du kannst eigentlich alles über die sogennante „Online Bill Pay/Banking“ Funktion deiner Bank machen. Falls die Bank schon eine Vereinbarung mit deinem Stromversorger u.s.w getroffen hat, dann können sie das Geld sehr einfach abbuchen. Auch wenn das nicht der Fall ist, kannst du da ein Scheck schicken lassen, ohne selber über Schecks verfügen zu müssen.

    Die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA in Hinblick auf Bewerbung sind ja leider sehr groß. Glaub mir, es war überhaupt nicht leicht, mich hier in Deutschland als Amerikaner mit keinen Zeugnissen zu bewerben.

    Antworten
  • 6. Petra Simon  |  Mai 15, 2009 at 7:22

    Ich bin hier zufällig auf deine seite gekommen und war so fasziniert von deinen Berichten .
    Auch ich habe vor dieses Jahr nach Amerika Auszuwandern aber erst im November. Ich bin schon sehr aufgeregt und bin auch in den Vorbereitungen.Ich wünsche dir noch ne schöne Zeit und hoffe das ich bald mal wieder neues von dir lesen kann.
    Gruß von Petra

    Antworten
  • 7. Sandra  |  September 14, 2009 at 5:03

    Oh man ich spiele ja schon lange mit dem Gedanken auszuwandern. Ich galube was mich bisher davon abgehalten ist auch die Tatsache, dass die ganze Bürokratie so anders sein kann. Mit dem Lebenslauf angefangen. Zum Beispiel kann man wohl in USA und England darauf verzichten einen Anhang mit Zeugnissen mit zu schicken, weil dort wohl das mündliche Wort gilt. Aber gibt man dan eine Person an einen Ansprechpartner?
    Und dann die ganzen Behördengänge und Versicherungen… Wünsch dir jedenfalls Nerven wie Stahl!

    Antworten

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